Mein Hund hat Husten – Ursachen und Symptome

Wenn Hunde husten, ist eine genaue Diagnose wichtig. Hustentyp und begleitende Symptome wie Würgen, schleimiger Nasenausfluss oder Atemnot liefern hier Anhaltspunkte.

Husten bei Hunden kann verschiedene Ursachen haben. So verschieden die Ursachen sind, so verschieden sind auch die Symptome, die sich einstellen. Eine genaue Beobachtung der Symptome und der begleitenden Umstände kann also erste Hinweise auf eine Diagnose liefern.

Hundehusten – Symptome und Ursachen

Trockener Husten

Trockener Husten beim Hund deutet meist auf eine Erkrankung der Atemwege hin.

  • Eine leichte Erkältung oder Bronchitis ist die harmloseste Diagnose.
  • Tritt der Husten plötzlich auf, kann sich ein Fremdkörper in den Atemwegen festgesetzt haben. Besonders bei jungen Hunden ist auch ein infektiöser Zwingerhusten nicht unwahrscheinlich. Hier gesellen sich häufig die Symptome leichtes Fieber, Würgen und Nasenausfluss hinzu.
  • Lungenwurmbefall ist ein eher seltener Auslöser von trockenem Husten.

Wenn trockener Husten bei Hunden länger als 2-3 Wochen anhält, handelt es sich vermutlich um ein chronisches Geschehen.

  • Die chronische Bronchitis ist eine häufige Erkrankung, die mit trockenem Husten, zähem Auswurf und abfallender Leistung einhergeht.
  • Hustet der Hund vorrangig bei Anstrengung oder nachts, kommt eine Herzerkrankung oder Asthma in Frage.
  • Wenn Hunde kleinerer Rassen vor allem bei Aufregung oder Freude husten, ist eine Erkrankung der Luftröhre wahrscheinlich (Trachealkollaps)

Feuchter Husten

Feuchter Husten beim Hund ist besonders in Verbindung mit Fieber ein Anzeichen für einen bakteriellen Infekt.

  • Wird feuchter Husten nicht medikamentös behandelt, kann eine Lungenentzündung mit eitrigem Auswurf entstehen. Hunde mit Lungenentzündung sind zudem schlapp, lustlos und haben wenig Appetit.
  • Auch eine fortgeschrittene Herzerkrankung mit Lungenödem geht mit feuchtem, chronischem Husten einher. Schleimiger Auswurf wird dabei vom Hund herausgewürgt, was Besitzer oft als Erbrechen beschreiben, weil der Husten recht kraftlos ist.
  • Bei einer Linksherzinsuffizienz ist Husten, der nachts oder früh morgens auftritt, typisch.

Würgen

Husten wird bei Hunden häufig von Würgen begleitet. Besonders am Schluss einen Hustenanfalls würgt der Hund dann schleimiges Sekret aus – typisch sind dabei auch Abschluckbewegungen, wenn der Hund versucht, den hochgewürgten Schleim wieder hinunterzuschlucken.

Hunde, die diese Symptome zeigen, können möglicherweise an chronischer Bronchitis erkrankt sein oder Herzprobleme haben. Sie sollten deshalb vom Tierarzt untersucht werden.

Hunde mit Husten – Wann zum Tierarzt?

Husten Hunde länger als 2-3 Tage, sollten sie generell vom Tierarzt untersucht werden. Die Möglichkeit schwerwiegender Erkrankungen wie der chronischen Bronchitis sind nicht gering. Eine rechtzeitige Behandlung kann den Verlauf der Erkrankung entscheidend beeinflussen.

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